Institut für Soziologie
Platz der Göttinger Sieben 3
37073 Göttingen
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In Göttingen besitzt die Soziologie eine lange Tradition. In der Nachkriegszeit durch Helmuth Plessner neu begründet, hat sie in den letzten Jahrzehnten ein eigenständiges Forschungsprofil entwickelt, für das die international vergleichende Analyse moderner Gesellschaften charakteristisch ist. Aktuell konzentriert sich das Institut für Soziologie, das sechs Lehrstühle umfasst, auf drei Themenfelder.
Die Abteilung »Arbeit – Wissen – Sozialstruktur« (Prof. Dr. Volker Wittke, Prof. Dr. Karin Kurz) beschäftigt sich mit Arbeitsmärkten, Bildungsprozessen und sozialen Ungleichheiten sowie mit den Wirtschaftsstrukturen kapitalistischer Gesellschaften. Staats- und Nationsbildung, Wohlfahrtsregime und Sozialpolitik bilden den Gegenstand der zweiten Abteilung »Politische Soziologie und Sozialpolitik« (Prof. Dr. Wolfgang Knöbl, Prof. Dr. Ilona Ostner). Die dritte Abteilung »Kultursoziologie« (Prof. Dr. Matthias Koenig, Prof. Dr. Claudia Diehl, PD Dr. Ilse Costas, Dr. Thomas Dörfler, Dr. Rainer Neef, Honorarprofessor Dr. Steven Vertovec) untersucht Dynamiken religiöser Gemeinschafts- und ethnischer Identitätsbildung, Migration, urbane Lebensformen und Geschlechterbeziehungen.
Die Göttinger Soziologie hat innerhalb wie außerhalb der Sozialwissenschaftlichen Fakultät viele Kooperationspartner. Das Methodenzentrum liefert mit seinen zwei Lehrstühlen Expertise in quantitativen und qualitativen Methoden empirischer Sozialforschung. Kontakte bestehen zu einzelnen Fächern, wie etwa der Ethnologie, Geschichte, Pädagogik, Politik-, Wirtschafts-, Rechts- und Religionswissenschaft. Auf dem Gebiet der Industrie- und Wirtschaftssoziologie bestehen enge Beziehungen zu dem universitätsnahen Soziologischen Forschungsinstitut (SOFI). Neu hinzugekommen ist auf dem Gebiet der Kultursoziologie die Zusammenarbeit mit dem Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften.