Master of Science in Psychologie
Am Georg-Elias-Müller-Institut wird traditionell eine naturwissenschaftlich orientierte Psychologie vertreten, mit einer besonderen Gewichtung der Forschungsmethoden, der kognitiven Psychologie und einer biologischen Orientierung. Das Institut bietet einen konsekutiven forschungsorientierten Master-Studiengang in Psychologie an. Studierende stellen sich aus dem Lehrangebot ein individuelles Studienprogramm zusammen. Dabei kann der Schwerpunkt in der kognitiven, neurowissenschaftlichen oder in der sozialpsychologischen Grundlagenforschung liegen.
Der Grundlagenschwerpunkt wird ergänzt durch einen von zwei Anwendungsbereichen. Studierende wählen entweder Wirtschafts- und Weiterbildungspsychologie oder Klinische Psychologie. In allen Bereichen gewinnen die Studierenden aufgrund der forschungsnahen Lehre einen guten Einblick in die empirische Arbeit, die letztlich auf ein von jeder/m Studierenden individuell entwickeltes Forschungsprojekt abzielt. Eine festgelegte Anzahl an Studierenden kann ihr Forschungsprojekt (das dann zur Masterarbeit führt) in einem dieser Bereiche wählen.
Aus folgenden Angeboten können die Studierenden wählen, inhaltliche Schwerpunkte setzen und aktiv an Forschungsprojekten sowohl in den Grundlagen- als auch den Anwendungsfächern mitarbeiten:
Studienplan
Regelstudienzeit
4 Semester
Studienbereiche
- Grundlagenbereich
- Kognitionswissenschaften
- Kognitive Neurowissenschaften
- Sozialpsychologie
- Anwendungsbereich
- Klinische Psychologie
- Wirtschafts- und Weiterbildungspsychologie
- Pflichtbereich
- Evaluation
- Inferenzstatistik
- Angewandte Diagnostik
Aufbau des Studiums
Allgemeiner Aufbau
Das Studium ist folgendermaßen aufgebaut. Neben einem Pflichtbereich, der vor allem methodische Grundkenntnisse vermittelt und den alle Studierenden belegen (Statistik, Evaluation, Diagnostik), setzen Studierende in folgender Weise inhaltliche Schwerpunkte:
Jede/r Studierende wählt im ersten Studienjahr drei Schwerpunktfächer -- zwei Grundlagenfächer und ein Anwendungsfach. In jedem Schwerpunktfach werden zwei Module belegt. Die grundlagenorientierte Profilbildung des Instituts spiegelt sich also in der 2:1-Gewichtung von Grundlagen- gegenüber Anwendungsfächern wider. Ein Studium mit einem Schwerpunkt auf Anwendungsfächern (also Klinische Psychologie oder Wirtschaftspsychologie) ist in Göttingen nicht möglich. Bewerberinnen und Bewerber für unseren Masterstudiengang sollten also ein fundiertes Interesse an psychologischer Grundlagenforschung mitbringen.
Der Ausbildungsschwerpunkt des zweiten Jahres besteht in der Vorbereitung und Realisierung eigener Forschung (Forschungsvertiefung, 3. Semester), die dann (in der Regel) im 4. Semester in eine Masterarbeit mündet. Dazu bewerben sich die Studierenden bei einer der acht Abteilungen des Instituts, in der sie dann über das zweite Jahr hinweg in die laufende Forschung eingebunden sind. Jede Abteilung kann nur begrenzte Plätze anbieten, so dass eine Masterarbeit in einem bestimmten Bereich nicht garantiert werden kann. Da die Mehrzahl der Abteilungen in grundlagentheoretischen Gebieten arbeiten, werden die meisten Plätze in diesen Bereichen angeboten.
Aufbau und Kapazitäten
Download Überblick Kapazitäten
Bitte informieren Sie sich auch auf den Homepages der einzelnen Abteilungen, die zum Teil idealtypische Studienverläufe für eine Schwerpunktsetzung in ihren Bereichen anbieten.
Zulassung zu stark nachgefragten Modulen
Bei Grundlagen- und Anwendungsfächern im 1. Studienjahr: Besteht mehr Nachfrage als es bereitgestellte Plätze gibt, wird nach § 6 der PStO entschieden.
Bei der Forschungsvertiefung und Masterarbeit: Studierende bewerben sich direkt bei einer Abteilung um einen Platz in einer Forschungsvertiefung mit anschließender Masterarbeit. Die Modulverantwortlichen wählen bei übermäßiger Nachfrage aufgrund inhaltlicher Eignung eine begrenzte Anzahl von Studierenden aus.
Weitere Informationen finden Sie in der
Prüfungs- und Studienordnung (PDF) (detaillierte Beschreibung des Studiums und aller Module).
Vorgeschriebene Praktika
9 Wochen berufs- oder forschungspraktische Tätigkeit
Qualifikation für die Aufnahme einer Weiterbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten
Der Studiengang ist so aufgebaut, dass alle interessierten Studierenden genügend Module absolvieren können, um die gegenwärtigen Mindestanforderungen für eine nachfolgende Weiterbildung in Psychologischer Psychotherapie (nämlich ein Modul in Klinischer Psychologie) zu erfüllen. Bei entsprechender Schwerpunktsetzung kann das Master-Studium in Göttingen aber auch ohne klinische Anteile erfolgreich absolviert werden.
Siehe auch die Voraussetzungen für den Zugang zur Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten
Auslandsstudium
Es kann ein Semester im Ausland studiert werden. Das Auslandsstudium kann beispielsweise im Rahmen des SOKRATES/ERASMUS-Programms erfolgen. Das Institut verfügt über Verträge mit 23 europäischen Partneruniversitäten. Erasmus-Koordinatorin ist Prof. Dr. Margarete Boos. Vorab sollte geklärt werden, ob die im Ausland studierten Module äquivalent zu den für das entsprechende Göttinger Semester angebotenen Modulen sind.
Sprachkenntnisse
Der Unterricht findet größtenteils in deutscher Sprache statt. Die verwendete Literatur ist aber überwiegend englischsprachig. Fundierte Englischkenntnisse sind daher notwendig.
Momentane Aufnahmekapazität des Studiengangs: 60 Plätze